Luitpoldblock
Kinderbacken Plaudertassen Brienner Quartier

Kaffeehauskultur re-visited

Vestibül

1888 sind berühmte Persönlichkeiten, Adelige, Politiker, Künstler aber auch Lebenskünstler, Anarchisten, Taugenichtse und zahllose Freunde des Palastcafés durch das holzgetäfelte Vestibül geschritten, bevor sie die schlossähnliche Halle mit ihren 42 reich verzierten freistehenden Säulen und ihrer gigantischen Raumhöhe von 12 Metern aufnahm. Und bevor sie von wundersamen Architekturen in 20 märchenhafte Raumwelten auf zwei Etagen verteilt wurden.

Das Café und Restaurant Luitpold von einst gibt es nicht mehr – aber die Erinnerung lebt. Die soll auch in der Zukunft wach bleiben, sind die Eigentümer des Luitpoldblocks sicher: Marika und Paul Buchner mit Tochter Tina Schmitz, die das Unternehmen leitet, haben das Geviert an der Brienner Straße und im Herzen des Brienner Quartiers in einem groß angelegten Umbau modernisiert und aufgefrischt.

Das Ergebnis beeindruckt Tag für Tag immer noch mehr Anhänger der Kaffeehauskultur, und es begeistert die Mieter, die zum Teil die Umbauphase genutzt haben, um ihre Geschäftsräume neu zu gestalten. Dazu gehört Flor & Decor. Nach wie vor im Eingangsbereich, haben die Floristen die Präsentation ihrer Blüten und Pflanzen umgebaut. Das Tollste: Vom Vestibül aus schaut man in ein Blumenmeer. Mit Spannung erwartet wurde auch das Ergebnis der Renovierung im Beauty-Resort von Horst Kirchberger. Parfümerie und Begegnungsbereich zwischen feinen Düften, neuesten Make-ups und Accessoires zeigen sich von ihrer attraktivsten Seite.
Auf der Galerie über dem Palmengarten ist der Salon Pauli eingezogen. „Ein echter Salon mit Tradition“ heißt es in der Werbung, denn den Friseur gibt es seit 1904 in der Maximilianstraße. Gleich daneben richtet Fotograf Hans-Günther Kaufmann erneut sein Studio ein, das er kurz vor dem Umbau bezogen hatte. Vor dem Boulevard-Café erweitert Guido Maria Kretschmer seine Geschäftsräume. Der Designer zählt zu den erfolgreichsten Newcomer der europäischen Modeszene.

Aus dem Cafe Luitpold der 1980-er Jahre entwickelte sich eine neue Architektursprache, die die Münchner Gestalter Bernhard Demmel und Gerald Hadler  feinsinnig zum Ausdruck brachten. Angestiftet zu diesem Tun wurden sie unter anderem auch durch eine Ausstellung im Museum für Angewandte Kunst in Wien. Hier stellte der Wiener Architekt und Designer Gregor Eichinger fest, dass es derzeit keine zeitgemäße Umsetzung eines Kaffeehauses gäbe, das sich konzeptionell mit der facettenreichen Kaffeehauskultur, seiner Tradition und seiner Beliebtheit durch all seine Möglichkeiten auseinandersetze.

Vestibül

„Unser Konzept ist der Versuch, sich diesem Anspruch zu stellen und an die Tradition der großen Kaffeehäuser anzuknüpfen“, erklärt das Architekten-Duo Demmel und Hadler.

Dem hohen Anspruch folgend – dem sich auch die Bauherrenschaft verpflichtet fühlt – öffneten die Architekten das Kaffeehaus zum öffentlichen Raum. Sie integrierten die ehemalige Einkaufspassage auf der Nordseite (Brienner Straße) in das Vestibül, den vornehmen Eingangsbereich, der in Material- und Gestaltungszitaten die Elemente des Vestibüls von 1888 aufnimmt. Die Großzügigkeit in Säulenstellung und Deckengestaltung und die Materialisierung mit monochromer Farbgebung unterscheidet sich bewusst vom Original, „da wir ein Zitat der Architektur des ursprünglichen Palastcafes und keine Reproduktion im Stile eines Disneylands wollen.“

Vom Vestibül führen der Blick und der Weg in den Palmengarten, der als architektonische Konstante aus dem Jahr 1989 nicht verändert wurde. Hier befindet sich neben dem Springbrunnen nach wie vor der Eingang zum Museum, der Sammlung Café Luitpold. Allerdings gibt es den Nostalgie-Shop nicht mehr. Er wich einer informativen Eingangssituation, die den Besucher direkt hinauf geleitet in die Welt der Kaffeehausgeiger und Wassermadln, der Prinzensäle und des Prinzregenten.

Zurück zum Erdgeschoss: Hier sind in Nachbarschaft zum Vestibül der ehemalige Confiserie-Laden und das Cafe miteinander verschmolzen. Es entstand ein Raum, der von der Spannung zwischen Alt und Neu lebt. Die Gestaltung der 25 Meter langen Schokoladenwand lenkt das Augenmerk auf die ausgestellten Pralinen und führt den Gast durch seine geschwungene Form in weichen Bewegungen von der Brienner Straße bis in den Palmengarten.

Es ist noch ganz jung, eigentlich gerade erst auf die Welt gekommen. Und schon gibt es vom „neuen Luitpold“ fast genauso viel zu erzählen wie vom ehemaligen Palastcafé und seiner glanzvollen Ära. Wenn das kein Grund ist, seine Schritte rasch hin zu lenken ...

Unsere Bilder zeigen einen Blick in das Vestibül und auf das Cafe im Bereich der Bar. Mehr dazu demnächst an dieser Stelle.

Text: Beate Bentele / Fotos: Christian Hacker.


SCHLUSS MIT DER KALTEN DUSCHE







Unsere Bilder zeigen Fritz und Josef Obermaier
sowie Impressionen der neuen Wellness-Landschaft.

Verführerische Wellness-Welt bei Obermaier Bäder im Luitpoldblock

Die kalte Dusche verwandelt sich in eine heiße Kuschelwelt und die „Katzenwäsche“ wird zur „never ending“ Wohlfühlorgie: Die Spezialisten von Obermaier Bäder & Marmor Obermaier im Luitpoldblock haben das herkömmliche Badezimmer in einen Lieblingsort verwandelt, der Stress abbaut und Lebensfreude aufbaut. Der Alltag bleibt mit der getragenen Kleidung draußen vor der Tür bei den luxuriösen Bade- und Wellness-Landschaften im gemütlichen Heim.

Bei Obermaier verbünden sich meterhohe Schieferplatten, Büffelvelours, fein geschliffenes Glas und eleganter Edelstahl mit Aroma- und Musikwelten, zum ganz persönlichen Badezimmer­kosmos. Glanzpunkte setzen Lalique-Kristalle, zum Beispiel am Wasserhahn. Effektvoll auch die kostbaren Hölzer für Regale und Schubladen, die sich überaus angenehm anfühlen.

Wie so eine Badelandschaft aussieht, zeigen die Designer von Obermaier Bäder im neu gestalteten Ausstellungsraum im Luitpoldblock, gleich beim Eingang am Maximiliansplatz. Die Badezimmerwelt gliedert sich in mehrere Bereiche mit ausgesuchten Werkstoffen und durchdachten Einbauten. Die Duschlandschaft aus Schiefer und Glas, mit Dampf- und Aromadüsen (fünf Düfte zur Wahl) mit Regenhimmel und Wasserfall ist drei Meter lang. Davor ein Ruhe-Diwan, der mit Büffelvelours bezogen ist, das sich auch rund ums Waschbecken wieder findet.

Die Badewanne besticht mit ihrer ergonomischen Form, mit verschiedenen Düsen und beheizbaren, mit Schiefer belegten Sitzgelegenheiten. Individuelle Einbauschränke mit viel Spiegeln und formschönen, praktischen Details bieten reichlich Raum für alles, was in ein Badezimmer gehört.

Ein Traumbad? „Sicher“, schmunzelt Josef Obermaier und informiert, dass es ganz nach Belieben und persönlichen Vorlieben ausgestattet wird. Dabei steht die Erfahrung der 1895 in Landshut gegründeten und 1958 nach München verlegten Steinmetz-Werkstätten im Mittelpunkt. Weil die Obermaier-Steinspezialisten das hochwertige Material speziell be- und verarbeiten, zuschneiden und imprägnieren, spricht man zum Beispiel auch von den „Obermaier-Schieferplatten“.

Die Wellness-Oase im Luitpoldblock gibt Anregung zu individuellen Entwürfen und beweist die handwerkliche Kompetenz der Steinmetze und Designer des Münchner Familienunternehmens, dessen Badezimmer-Ausstattungen im privaten Wohnbereich wie auch bei gewerblichen Objekten seit vier Generationen als Gütesiegel gilt.

Info: Obermaier Bäder und Marmor Obermaier
Im Luitpoldblock an der Brienner Straße, Eingang Maximiliansplatz 10, 80333 München
Telefon 089 – 22 46 51,
e-mail: contact@obermaier.de